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Politik kompakt:Pro-chinesischer Präsident gewinnt Wahl in Taiwan

Nach ersten Hochrechnungen hatte sich bereits ein Sieg von Präsident Ma Ying Jeou abgezeichnet. Jetzt räumte Herausforderin Tsai Ing Wen ihre Niederlage ein.

Bei der Präsidentschaftswahl in Taiwan hat sich Amtsinhaber Ma Ying Jeou mit klarem Vorsprung die Wiederwahl gesichert. "Wir haben gewonnen", sagte der Kandidat der chinafreundlichen Kuomintang-Partei (KMT) vor seiner Wahlkampfzentrale in der Hauptstadt Taipeh. Seine Rivalin Tsai Ing Wen von der Demokratischen Progressiven Partei (DPP) gestand ihre Niederlage ein und gratulierte Ma zu seinem Sieg.

Präsident Ma Ying Jeou freut sich vor seinen Anhängern über seinen Wahlsieg.

(Foto: AFP)

Nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmzettel lag Ma mit 51,5 Prozent der Stimmen klar in Führung vor Tsai mit 45,7 Prozent und James Soong, der als Außenseiter ebenfalls angetreten war. Die Taiwaner waren aufgerufen, neben einem neuen Präsidenten auch die 113 Abgeordneten des Parlaments zu wählen, in dem die KMT derzeit die Mehrheit hat. Hochrechnungen zufolge nahmen 14,5 der 18 Millionen Wahlberechtigten an dem Wahlgang teil.

"Dies ist kein persönlicher Sieg, sondern der Sieg der Taiwaner und der Sieg des Wegs der Integrität, des Wohlstands und des Friedens", sagte Ma vor seinen Anhängern. Tsai sagte, sie akzeptiere die Entscheidung der Taiwaner und gratuliere Präsident Ma. Zudem entschuldigte sie sich bei ihren Anhängern für die Niederlage.

Der 2008 gewählte Jurist Ma steht für entspannte Beziehungen zur Volksrepublik China. Die Möglichkeit eines Wahlsiegs seiner 55-jährige Rivalin Tsai, die einer Annäherung an das Festland viel kritischer gegenübersteht, wurde in China mit Sorge betrachtet. Peking betrachtet Taiwan bis heute als festen Bestandteil Chinas, obwohl die beiden Länder seit 1949 getrennt regiert werden.

(AFP)

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