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Politik kompakt:Ashton fordert Öffnung des Gazastreifens

EU-Außenministerin Catherine Ashton hat die Öffnung der Grenzübergänge des Gazastreifens "in beide Richtungen" gefordert. "Die Grenzübergänge müssen sowohl für die Bevölkerung als auch für Konsumgüter in beide Richtungen offen sein", sagte Ashton nach einem Treffen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad am Samstag in Ramallah. "Wir sagen es ganz klar: Die Menschen im Gazastreifen müssen ein normales Leben führen können."

Ashton deutete die Bereitschaft der Europäer an, die Palästinenser bei der Abwicklung des Grenzverkehrs zu unterstützen - "unter der Bedingung, dass die Europäische Union eine klar definierte Rolle hat und natürlich in Zusammenarbeit mit der palästinensischen Autonomiebehörde", sagte die Britin, die am Sonntag in den Gazastreifen reisen wollte. Fajad verlangte eine "Aufhebung der Belagerung" des Gazastreifens. Die dortige Wirtschaft könne durch Importe allein nicht überleben, sie müsse ungehindert exportieren können.

Unterdessem hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die vom US-Nahost-Sondergesandten George Mitchell vorgeschlagene Aufnahme direkter Friedensgespräche mit Israel abgelehnt. Das sagte Mohammed Dachlan von der palästinensischen Fatah-Bewegung am Samstag nach einem Gespräch zwischen Abbas und Mitchell in Ramallah. Der US- Gesandte habe auf palästinensische Bedingungen für Gespräche keine israelische Antworten überbringen können, sagte Dachlan zur Begründung.

(apn)

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