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Politik kompakt:HSH Nordbank: Kubicki rüttelt an Nonnenmacher

Affärengeschüttelte HSH Nordbank: Der Kieler FDP-Fraktionschef Kubicki fordert Konsequenzen - es wird eng für den Bankchef Nonnenmacher.

Der Kieler Regierungspolitiker Wolfgang Kubicki (FDP) hat den durch mehrere Affären unter Druck geratenen HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher infrage gestellt. "Die Diskussion kann rasch einen Punkt erreichen, an dem es angezeigt ist, sich von Nonnenmacher zu trennen", sagte Kubicki, Chef der FDP-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein, der Tageszeitung Die Welt.

Umstritten: der Vorstandsvorsitzende der HSH Nordbank AG, Dirk Jens Nonnenmacher.

HSH Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher. Die Bank soll den früheren Leiter der US-Filiale in New York fälschlich als Konsument von Kinderpornos diskreditiert haben, um ihn leichter loswerden zu können.

(Foto: dpa)

Mögliche Skandale bei der HSH machen seit mehr als zwei Wochen Schlagzeilen: Ein Ex-Vorstand soll überwacht und zu Unrecht entlassen, ein Manager des Instituts in New York mit untergeschobenen Kinderpornos denunziert worden sein. Die Staatsanwaltschaften in Hamburg und Kiel ermitteln. "Auch wenn immer die Unschuldsvermutung gelten muss: Die Bank kann sich eine solche Debatte nicht beliebig lange leisten", sagte Kubicki.

Sobald sich der Verdacht erhärte, könne es an der Zeit sein, personelle Konsequenzen zu ziehen. Für den FDP-Landespolitiker geht es dabei nicht nur um die Frage, ob Nonnenmacher selbst tatsächlich in strafbare Handlungen verwickelt war. "Irgendwann kommt es gar nicht so sehr darauf an, was ihm persönlich vorzuwerfen ist - wir müssen dann vor allem die Reputation der Bank im Blick haben und deshalb einen personellen Neuanfang suchen." Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein als Eigentümer könnten es nicht dauerhaft hinnehmen, dass "die HSH Nordbank mit kriminellen Methoden in Verbindung gebracht wird".

(dapd)

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