Politik kompakt:Jemens Präsident angeblich bereit zu Demokratie-Gesprächen

Jemens Präsident ist offenbar zu Gesprächen bereit, um seine Macht schrittweise abzugeben. Laut einem Berater hat sich Ali Abdallah Saleh dazu in der saudischen Hauptstadt Riad bereit erklärt, wo er sich von den Folgen eines Attentats im Juni erholt. Saleh habe sich dort mit Mitgliedern der regierenden Partei zu Gesprächen getroffen, sagte ein Regierungsvertreter in Sanaa.

Dabei soll Saleh zugesagt haben, den Vermittlungsvorschlag des Golf-Kooperationsrates erneut zu prüfen. Saleh sei bereit, mit den wichtigsten Oppositionsparteien und internationalen Vertretern zusammenzuarbeiten, beteuerte der Regierungsberater. Allerdings hatte der umstrittene Machthaber in der Vergangenheit bereits mehrfach seine Bereitschaft zu Machtübergabe bekundet, aber stets in letzter Minute einen Rückzieher gemacht

Vor allem die USA verstärkten in den vergangenen Wochen ihren Druck auf Saleh. Die Regierung in Washington fürchtet, dass das politische Vakuum in dem arabischen Land das Extremistennetzwerk al-Qaida stärkt. Wie in zahlreichen anderen arabischen Ländern demonstrieren auch im Jemen seit nunmehr sieben Monaten Tausende Menschen für mehr Demokratie und Reformen. Sie fordern den Abgang des 69-jährigen Dikators, der seit 33 Jahren regiert.

(rtr)

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