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Politik kompakt:Einmischung "französischer Prostituierter" unerwünscht

Eine iranische Zeitung attackiert Carla Bruni, die Frau von Nicolas Sarkozy, weil sie sich für eine zur Steinigung verurteilte Iranerin eingesetzt hat. Kurzmeldungen im Überblick.

Iranische Medien haben die französische Präsidentengattin Carla Bruni wegen ihres Engagements für eine zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin scharf angegriffen. "Französische Prostituierte haben in das Zeter und Mordio um die Menschenrechte eingestimmt", schrieb am Montag die staatliche Zeitung Kayhan in Bezug auf Carla Bruni und die Schauspielerin Isabell Adjani, die sich ebenfalls für die wegen Ehebruchs verurteilte Iranerin eingesetzt hatte. Die "Vorgeschichte" der Präsidentengattin zeige genau, weshalb "diese unmoralische Frau" eine iranische Ehebrecherin verteidige, "und in Wahrheit verdient sie selbst den Tod", hieß es in der Zeitung. Die Zeitung ist das Presseorgan des ultraradikalen Flügels in der Regierung.

French first lady Carla Bruni-Sarkozy arrives at the Royal Hospital Chelsea in London

Weil sie sich für die Rechte der Frauen eingesetzt hat, wird Carla Bruni von den iranischen Medien als "französische Prostituierte" beschimpft.

(Foto: REUTERS)

Die iranische Regierung distanzierte sich von dem Artikel und rief die nationalen Medien zur Mäßigung auf. Frankreich verurteilte die Attacke gegen die Präsidentengattin als "inakzeptabel". Die Regierung habe ihren Protest an Teheran weitergeleitet, erklärte ein Sprecher des Außenamts.

Das frühere Model Carla Bruni hatte sich in einem vor einer Woche im Internet veröffentlichten Brief für die 43-jährige Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani stark gemacht.

(dpa)

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