Politik kompakt:Guttenberg: Standort-Schließungen kommen

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Beim Sparen im Wehretat wird die Regierung nach Ansicht von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nicht um die Schließung von Bundeswehr-Standorten herum kommen. "Am Ende kann und werden nach allem menschlichen Ermessen auch Standortschließungen stehen", sagte Guttenberg im ARD- Morgenmagazin. Darauf müsse man sich einstellen. Guttenberg hat angesichts der Sparzwänge im Bundeshaushalt radikale Kürzungen bei der Bundeswehr angekündigt. Weitere Einzelheiten stehen aber noch nicht fest. Der CSU-Politiker betonte, Standortschließungen stünden erst "am Ende der Stufenleiter" von Sparmaßnahmen.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat eine mögliche Schließung von Bundeswehr-Standorten unterdessen scharf kritisiert: "Ich halte eine solche Entscheidung für falsch - nicht nur wegen wirtschaftlicher Auswirkungen", sagte Beck in Mainz. Vielmehr gefährdeten Standortschließungen die Integration und Akzeptanz der Bundeswehr in der Bevölkerung. "Das aufzugeben wäre ein grundsätzlicher Fehler." Die Gewerkschaft Verdi in Rheinland-Pfalz bezeichnete die Ankündigung von Verteidigungsminister Guttenberg als voreilig und fahrlässig.

(dpa)

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