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Politik kompakt:"Es wurde viel Inkompetentes gesagt"

Bundeskanzlerin Merkel kündigt bei einem Besuch des Einsatzführungskommandos in Potsdam die Prüfung möglicher Defizite bei der Bundeswehr an. Kurzmeldungen im Überblick

Nach dem Tod von drei deutschen Soldaten in Afghanistan hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Prüfung möglicher Ausrüstungs- und Ausbildungsdefizite bei der Bundeswehr angekündigt.

Die Bundesregierung werde alles Notwendige tun, um die Sicherheit der Soldaten in Afghanistan zu gewährleisten, sagte sie bei einem Besuch des Einsatzführungskommandos in Potsdam.

Gleichzeitig warnte Merkel vor überzogenen Forderungen wie der nach einer Entsendung von "Leopard 2"-Kampfpanzern. "Man darf und muss sagen, dass hier auch von vielen Seiten leider viel Inkompetentes gesagt wurde", sagte die CDU-Chefin. Den rund 4500 in Afghanistan stationierten deutschen Soldaten sicherte Merkel die volle politische Rückendeckung der Regierung zu.

Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf einen Minensuchtrupp der Bundeswehr waren am Karfreitag drei deutsche Soldaten getötet und acht verletzt worden. Das blutige Gefecht hatte eine breite Debatte über die Ausrüstung der Bundeswehr ausgelöst.

Unter anderem hatte der künftige Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) in Interviews den Leopard 2-Kampfpanzer für Afghanistan gefordert. Bisher hat die Bundeswehr dort nur den halb so schweren Schützenpanzer Marder im Einsatz.

Merkel sagte, solche Vorschläge sollte man zunächst dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, machen, bevor man sie öffentlich verbreite. "Ich glaube, da würde man unseren Soldaten sehr helfen."

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