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Politik kompakt:Bislang schwerster Zwischenfall bei Protesten in Spanien

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten in Madrid sind mindestens 20 Menschen verletzt worden. Es ist der bisher schwerste Zwischenfall seit Beginn der Protestbewegung in Spanien. Anhänger der wegen der Wirtschaftskrise gegründeten Bewegung der "Indignados" ("Empörten") gerieten Rettungskräften zufolge am späten Donnerstagabend vor dem Innenministerium mit Sicherheitskräften aneinander. Unter den 20 Verletzten seien auch sieben Polizisten.

Laut der Zeitung El País griffen die Beamten ein, als Demonstranten am Gitter vor dem Ministerium hochgeklettert seien. Die "Indignados" wollten nach eigenen Angaben ein Protestplakat befestigen. Sie waren vor das Ministerium gezogen, um ihrem Ärger über die Abriegelung des Platzes Puerta del Sol in der Madrider Innenstadt Luft zu machen.

Der Platz war seit Beginn der Proteste Mitte Mai der wichtigste Versammlungsort der Bewegung, seit Dienstag verwehren die Behörden den "Indignados" aber den Zutritt. Die Bewegung war aus Wut über die Wirtschaftskrise, die hohe Arbeitslosigkeit und den rigiden Sparkurs der spanischen Regierung entstanden.

(AFP)