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Politik kompakt:Merkel steht zur Vertriebenen-Stiftung

Bundeskanzlerin Angela Merkel steht weiter zur Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" und der geplanten Vertriebenen-Dokumentationsstätte in Berlin. Eines Tages werde es keine Zeitzeugen mehr geben, die über ihre Erlebnisse berichten könnten, sagte die CDU-Vorsitzende beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Berlin. Deshalb sei es wichtig, dass die Erinnerung wissenschaftlich fundiert aufgearbeitet, bewahrt und an kommende Generationen weitergegeben werde. Die Stiftung soll eine Ausstellungs- und Dokumentationsstätte zur Erinnerung und zum Gedenken an Flucht und Vertreibung unterhalten.

Um die Stiftung und das Projekt hatte es wiederholt Streit gegeben. BdV-Präsidentin Erika Steinbach hatte im Februar auf einen Sitz im Stiftungsrat verzichtet, nachdem die schwarz-gelbe Koalition ihrem Verband Zugeständnisse gemacht hatte. Künftig ist der Bundestag für die Besetzung des Stiftungsrats zuständig. Der BdV erhält zudem ein deutlich stärkeres Gewicht im Rat. Mehrere Wissenschaftler beklagten eine "zunehmende Politisierung" und kehrten dem Gremium den Rücken.