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Politik kompakt:Ex-Zwangsprostituierte fordern Entschuldigung von Japan

Sechs ehemalige koreanische Zwangsprostituierte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und mehr als 200 Unterstützer haben am Donnerstag von der japanischen Regierung eine umfassende Entschuldigung sowie Entschädigungen gefordert. Aus Anlass des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen überreichten sie in Tokio eine an Ministerpräsident Naoto Kan gerichtete Petition mit 600.000 unter anderem in Japan, Südkorea und den Philippinen gesammelten Unterschriften. Anwesend war auch der südkoreanische Parlamentsabgeordnete Lee Mi Kyung mit einer von 177 Parlamentariern unterzeichneten Petition.

Nach Einschätzung von Historikern wurden während des Zweiten Weltkriegs bis zu 200.000 Frauen aus Korea, China, den Philippinen, Indonesien und anderen Ländern von japanischen Soldaten als Zwangsprostituierte missbraucht. Die japanische Regierung hat sich für die Verwicklung der Armee in Verbrechen gegen Frauen entschuldigt, jedoch keine Verantwortung für einen systematischen Zwangsdienst der so genannten Trostfrauen in Truppenbordellen übernommen.

(AFP)