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Politik kompakt:Cameron preist Britannien als Weltmacht

Der britische Premier Cameron hält am Anspruch seines Landes auf eine führende Rolle in der Welt fest. Allerdings müsse London seine Hausaufgaben machen. Kurzmeldungen im Überblick.

Der britische Premierminister David Cameron hat den Anspruch seines Landes auf eine führende Rolle in der Welt bekräftigt. Um seinen Einfluss zu halten, müsse Großbritannien aber seine Wirtschaft wieder in Schwung bringen, seine Lehren aus den Kriegen in Afghanistan und Irak ziehen und sich mit den aufsteigenden neuen Mächten arrangieren, sagte Cameron in einer außenpolitischen Grundsatzrede am Montag in London. Großbritannien bleibe militärisch, politisch und wirtschaftlich eine Kraft, auch wenn das Weltgleichgewicht sich von den USA und Europa nach Asien verschiebe, sagte Cameron.

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Premier David Cameron glaubt fest an die Weltmacht Großbritannien.

(Foto: AFP)

Seit seinem Amtsantritt im Mai hat der konservative Premierminister versucht, die Beziehungen zu Schwellenländern zu intensivieren. Vergangene Woche besuchte er China und im Juli Indien und die Türkei. "Wann immer ich ausländische Führer treffen, sehen die nicht einen Briten, der sich entschuldigend von der Weltbühne zurückzieht", sagte Cameron. "Es gibt keinen Grund, warum der Aufstieg neuer Wirtschaftsmächte zu einem Verlust britischen Einflusses in der Welt führen sollte."

London müsse aber sein Staatsdefizit in den Griff bekommen, damit seine internationale Glaubwürdigkeit keinen Schaden nehme, fügte er hinzu. Zur Lage in Afghanistan sagte Cameron, Ziel des Nato-Einsatzes sei nicht die Schaffung einer perfekten Demokratie. "Wir sind da, um den Afghanen zu helfen, die Kontrolle über ihre Sicherheit zu übernehmen und sicherzustellen, dass al-Qaida uns nie wieder von afghanischem Boden aus bedrohen kann."

(dapd)

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