Politik kompakt:Kämpfe im Jemen fordern mehr als 20 Tote

Lesezeit: 3 min

Die Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern des jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh haben allein in der Hauptstadt Sanaa 20 Menschen das Leben gekostet. Auch in anderen Landesteilen kam es zu blutigen Kämpfen mit Todesopfern.

Kurz nach der Verabschiedung der UN-Resolution zum Jemen hat es erneut blutige Kämpfe in dem Land gegeben. In der Hauptstadt Sanaa kamen nach übereinstimmenden Angaben vom Sonntag insgesamt 20 Menschen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Ali Abdallah Saleh ums Leben.

Mourners attend a rally to demand the ouster of Yemen's President Ali Abdullah Saleh in Sanaa

Menschen trauern in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa um ihre Angehörigen, die bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegner von Präsident Ali Abdallah Saleh ums Leben gekommen sind.

(Foto: REUTERS)

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) warnte, das Land gleite "mehr und mehr ins Chaos" ab. Bei den Kämpfen in Sanaa wurden nach offiziellen Angaben am Samstag fünf Soldaten der Regierungstruppen getötet und etwa 50 weitere verletzt. Zudem seien drei Zivilisten ums Leben gekommen.

Eine abtrünnige Einheit, die sich der Protestbewegung angeschlossen hatte, sprach ebenfalls von fünf getöteten Soldaten in den eigenen Reihen. Zudem wurden nach Angaben von Stammesangehörigen und Ärzten sechs Kämpfer von Scheich Sadek el Ahmar getötet, der sich ebenfalls von Saleh abgewendet hatte. Dutzende weitere seien verletzt worden.

Auch ein Mitarbeiter des privaten Fernsehsenders Saida kam bei den Kämpfen ums Leben, wie der Sender mitteilte. In der südöstlichen Stadt Taes wurden Aktivisten zufolge drei Menschen bei ähnlichen Auseinandersetzungen verletzt. In Sanaa gab es am Sonntag zunächst keine Kämpfe, die Lage blieb aber angespannt.

Der abtrünnige General Ali Mohsen el Ahmar warf Saleh vor, persönlich die Angriffe auf die Soldaten und die Stammesangehörigen angeordnet zu haben und forderte die internationale Gemeinschaft zum Einschreiten auf.

AFP

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