Politik kompakt:US-Abgeordnete machen wegen Ölpest Druck auf BP

Kurz vor Beginn von Kongressanhörungen mit BP-Managern haben US- Abgeordnete wegen der Ölpest im Golf von Mexiko schwere Vorwürfe gegen den britischen Energiekonzern erhoben. BP habe bei seinen Offshore-Bohrungen in der Region billige Schnellverfahren angewandt, schrieben die beiden Demokraten Henry Waxman und Bart Stupak am Montag in einem offenen Brief an BP-Chef Tony Hayward. "Es scheint, als wenn BP sich wiederholt für ein gewagtes Vorgehen entschieden hat, um Kosten und Zeit einzusparen und nur minimale Vorkehrungen traf, um zusätzliche Gefahren einzugrenzen."

Ein BP-Sprecher wollte sich zu dem Brief nicht äußern. Unternehmens- und Branchenvertreter müssen von Dienstag an die ganze Woche lang im Kongress Rede und Antwort stehen. Wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf hervorgeht, wird Exxon-Chef Rex Tillerson in seiner Aussage dem Rivalen eine "dramatische Abkehr von den Industriestandards bei Tiefsee-Bohrungen" vorwerfen.

Präsident Barack Obama sagte unterdessen während seines vierten Besuchs in der Katastrophenregion, er werde BP-Vertreter bei einem Treffen am Mittwoch dazu drängen, Schadenersatzansprüche angemessen, gerecht und rasch zu behandeln. Es ist das erste Treffen Obamas mit BP-Managern seit Beginn des Öldesasters. Am Dienstag sollte er eine Rede an die Nation halten.

(Reuters)

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