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Politik kompakt:Immer weniger Türken lassen sich einbürgern

Rückläufige Zahlen: Nur 2000 Türken haben im vergangenen Jahr den deutschen Pass beantragt. 2006 waren es noch beinahe doppelt so viele. Kurzmeldungen im Überblick.

Immer weniger Türken werden deutsche Staatsbürger, obwohl insgesamt immer mehr Einwanderer in Bayern einen deutschen Pass beantragen. Im vergangenen Jahr wurden nur noch rund 2000 Türken eingebürgert, 2006 waren es noch 3850. Ein Grund könnte der mehrfache Aufruf des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan an seine Landsleute im Ausland sein, sich nicht zu assimilieren, vermutete Innenminister Joachim Hermann (CSU). Die Trennung vom türkischen Pass, falle "doch dem Einen oder Anderen eher schwer". Doppelte Staatsbürgerschaft sei hier aber weiterhin kein Thema.

Deutsche und türkische Fahne

Die Einbürgerung scheint für Türken in Deutschland ihren Reiz zu verlieren. Im vergangenen Jahr waren es nur 2000, die sich haben einbürgern lassen. 2006 waren es noch 3850 gewesen.

(Foto: dpa)

Türkische Staatsbürger machen trotz des Rückgangs im Jahr 2009 mit rund 17 Prozent weiterhin die größte Bevölkerungsgruppe der Eingebürgerten aus; gefolgt von etwa 1000 Menschen aus dem früheren Jugoslawien, die den deutschen Pass im vergangenen Jahr in Bayern angenommen haben. Mehr als ein Fünftel aller Eingebürgerten kommen aus EU-Ländern, die meisten aus Rumänien und Polen. Die insgesamt deutliche Zunahme von Einbürgerungen in Bayern von mehr als 20 Prozent auf rund 12 000 im Vergleich zum Vorjahr zeige, "dass nach wie vor großes Interesse an der Einbürgerung besteht".

(dpa)

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