Politik kompakt:Zwei Tote bei neuem Gewaltausbruch in Bangkok

In der seit Wochen von Regierungsgegnern besetzten Innenstadt der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind bei einem erneuten Gewaltausbruch zwei Polizisten getötet und mindestens sieben weitere Menschen verletzt worden. Der erste Beamte sei kurz vor Mitternacht von einem Attentäter auf einem Motorrad erschossen worden, teilte die Polizei mit. Der zweite Polizist sei bei der Explosion von Sprengsätzen zwei Stunden später ums Leben gekommen. Zudem sei es zu Schießereien in der Nähe des Geschäftsviertels gekommen, das von Demonstranten seit mehreren Wochen besetzt wird. Anführer der sogenannten Rothemden verurteilten umgehend die Gewalt.

Die Regierungsgegner lähmen das politische und wirtschaftliche Leben Thailands seit mehreren Wochen. Bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften sind bisher 28 Menschen getötet und knapp 1000 verletzt worden. Nach vielversprechenden Signalen ist eine Lösung des Konflikts zwischen Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva und seinen Gegnern wieder in der Schwebe. Um die Krise beizulegen will Abhisit das Parlament in der zweiten Septemberhälfte auflösen und am 14. November eine Wahl abhalten. Die Opposition hat die sofortige Auflösung des Parlaments und Neuwahlen binnen drei Monaten gefordert.

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