Politik kompakt Ai Weiwei festgenommen

China hat den Künstler Ai Weiwei nicht nach Hongkong ausreisen lassen. Zwei Beamte hielten Ai am Zoll auf und führten ihn ab. Auch mehrere seiner Mitarbeiter wurden verhört.

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Der bekannte chinesische Gegenwartskünstler Ai Weiwei ist auf dem Pekinger Flughafen von der Grenzpolizei festgenommen worden. Das berichteten Freunde des Künstlers über den Kurzmitteilungsdienst Twitter. Ai Weiwei habe am Sonntag nach Hongkong fliegen wollen. Anschließend habe die Polizei sein Studio in Peking durchsucht und acht Mitarbeiter festgenommen. Ai selbst war am Sonntag nicht zu erreichen, sein Mobiltelefon war abgeschaltet.

Der Künstler Ai Weiwei ist von den chinesischen Behörden daran gehindert worden, nach Hongkong auszureisen.

(Foto: AP)

Am 29. April wollte Ai eine Ausstellung in Berlin eröffnen. Er gilt als einer der schärfsten Kritiker der Kommunistischen Partei in China. Seine Werke erzielen auf Auktionen hohe Preise. Allerdings hat er immer wieder mit Repressionen der chinesischen Regierung zu kämpfen, die ihn schon früher nicht ausreisen ließ, ihn unter Hausarrest stellte und sein Atelier in Shanghai abreißen ließ. Ai sagte kürzlich, er plane deswegen einen Teil-Umzug nach Berlin.

In Pakistan sterben bei einem Selbstmordanschlag mindestens 30 Menschen, der autoritär regierende Nursultan Nasarbajew steht vor einem Sieg bei Präsidentenwahl in Kasachstan und Obama startet laut Medienberichten in den Präsidentschaftswahlkampf. Lesen Sie auf den folgenden Seiten weitere Kurzmeldungen.