Politik kompakt Merkel fordert nach Medienbericht Freilassung Ai Weiweis

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach einem Bericht des Magazins Der Spiegel persönlich in Peking für den inhaftierten Künstler Ai Weiwei eingesetzt. Merkel habe der chinesischen Führung am vergangenen Wochenende eine Botschaft übermittelt, schreibt das Magazin. Merkel drücke darin ihre Sorge über Ai Weiweis Schicksal aus und setze sich für dessen Freilassung ein.

Auch der Menschenrechtsausschuss des Bundestags äußerte laut Spiegel in einem Brief an den chinesischen Staatschef Hu Jintao großes Unverständnis über die Festnahme des Künstlers und Regimekritikers. Das Recht auf freie Meinungsäußerung müsse zwingend geschützt werden.

Ai Weiwei war am 3. April in Peking festgenommen worden, was international Empörung ausgelöst hat. Seit seiner Inhaftierung fehlt von dem regierungskritischen Künstler jedes Lebenszeichen.

(dpa)