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Politik kompakt:Türkei bombardiert kurdische Rebellen

Die Türkei bombardiert kurdische Rebellen im Nordirak, Birmas Oppositionsführerin trifft erstmals den Präsidenten des Landes und Schwarz-Gelb legt einer ARD-Umfrage zufolge in der Wählergunst zu.

Türkische Kampfflugzeuge haben erneut Stellungen kurdischer Rebellen im Nordirak angegriffen. Kampfjets hätten am Morgen erneut Ziele in den Kandil-Bergen bombardiert, berichtete die Nachrichtenagentur Firat, die der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK nahesteht. Der türkische Generalstab teilte mit, die Angriffe würden mit großer Entschlossenheit fortgesetzt.

Mit den Luftangriffen reagiert die Türkei auf einen blutigen Anschlag kurdischer Rebellen. Diese hatten am Mittwoch im Südosten der Türkei nahe der Grenze zum Irak einen Armeekonvoi angegriffen und acht Soldaten und einen sogenannten Dorfschützer getötet. In der Provinz Siirt wurden am Donnerstag zwei Soldaten bei einem Schusswechsel mit PKK-Kämpfern getötet.

Nach den jüngsten Ereignissen wächst der politische Druck auf die legale Kurdenpartei BDP. Regierung und Militärs im Nationalen Sicherheitsrat riefen alle Parteien am Donnerstagabend auf, sich eindeutig von der verbotenen Arbeiteroartei Kurdistans (PKK) zu distanzieren, was die BDP bisher vermeidet. Die BDP spricht von einer Hexenjagd. Die türkischen Behörden betrachten die BDP dagegen als politischen Arm der PKK.

Die PKK unterhält im Nordirak mehrere Lager, von denen aus sie wiederholt Angriffe über die Grenze in der Türkei unternimmt. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat.

(dpa)

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