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Ukraine:Umstrittener Timoschenko-Prozess erneut vertagt

Der Prozess gegen die ukrainische Ex-Regierungschefin Timoschenko ist wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes erneut vertagt worden.

Ein umstrittener Prozess gegen die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist wegen des schlechten Gesundheitszustandes der Angeklagten erneut vertagt worden. Richter Konstantin Sadowski legte in der ostukrainischen Stadt Charkow die nächste Verhandlung auf den 23. Juli fest, wie Medien aus der Ex-Sowjetrepublik berichteten.

Vom Gericht beauftragte Ärzte sollen bis dahin feststellen, ob die frühere Regierungschefin in der Lage ist, beim Prozess zu erscheinen. Der vom Gericht bestellte Amtsarzt braucht nach eigenen Angaben mehr Zeit für ein Gutachten. Das Verfahren war im Juni bereits verschoben worden. Wegen Timoschenkos Bandscheiben-Probleme wurde auch das von ihr angestrebte Berufungsverfahren gegen ihre Verurteilung zu einer siebenjährigen Haftstrafe wegen Machtmissbrauchs auf diesen Donnerstag verlegt.

Timoschenko, die bereits eine siebenjährige Haftstrafe absitzt, drohen wegen Veruntreuung und Steuerhinterziehung zwölf weitere Jahre Haft. In einem ersten, international kritisierten Prozess war sie im Oktober 2011 wegen Amtsmissbrauchs verurteilt worden.Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten sowohl mehrere Hundert Anhänger als auch Gegner der Oppositionsführerin.

© Süddeutsche.de/dpa/Reuters/sebi/kemp
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