Politicker:Rechte in El Salvador erobert Parlamentsmehrheit

Nach den Wahlen in El Salvador ist die Linke Front von Präsident Funes nur noch zweitstärkste Fraktion im Parlament.

Die Rechte hat bei den Wahlen am Sonntag in El Salvador die Mehrheit im Parlament zurückerobert. Nach Auszählung von 65 Prozent der Stimmen stellt die konservative Alianza Republicana Nacionalista (Arena) künftig 33 Deputierte der Volksvertretung, wie lokale Medien unter Berufung auf die Wahlbehörde berichteten.

Bisher saßen nur 19 Arena-Abgeordnete im Parlament. Die ebenfalls rechte Partei Gran Alianza de Unidad Nacional (Gana), eine Abspaltung der Arena, wird den Angaben zufolge elf Abgeordnete entsenden. Die seit 2009 regierende linke Front Farabundo Martí zur Nationalen Befreiung (FMLN) des Präsidenten Mauricio Funes verlor vier Mandate und besetzt nur mehr 31 Parlamentssitze.

Präsident Funes hatte sein Amt im Jahr 2009 als erster linksgerichteter Staatschef El Salvadors seit dem Bürgerkriegsende im Jahr 1992 angetreten. Den neuen Parlamentspräsidenten wird nun die Arena-Partei als stärkste Fraktion stellen.

Arena errang außerdem einen wichtigen Sieg bei den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen. In der Hauptstadt San Salvador wurde der Arena-Kandidat Norman Quijano wiedergewählt.

© Süddeutsche.de/AFPdpa/gal - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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