Irakische Sicherheitskräfte haben am Montag elf mutmaßliche Extremisten erschossen. Bei der großangelegten Aktion des Militärs seien zudem Dutzende Personen verhaftet worden, hieß es in Militärkreisen. Die Sicherheitskräfte hätten im 160 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Sulaman Pek Häuser durchsucht, als Extremisten das Feuer eröffnet hätten.
An dem Einsatz waren den Angaben zufolge Tausende Soldaten beteiligt. Es war anscheinend der größte in diesem Jahr und eine Reaktion auf einen Anschlag auf einen Kontrollposten Ende Juli, bei dem 14 schiitische Tankwagenfahrer ums Leben gekommen waren.
Seit Jahresbeginn werden im Irak wieder beinahe täglich Anschläge verübt. Am Montag starben bei zwei Bombenexplosionen mindestens acht Menschen, rund 30 wurden verletzt. Allein im Juli starben nach Angaben der UN mehr als tausend Menschen.
Zuletzt hatte es derartig hohe Zahlen 2008 gegeben. Grund sind wachsende Spannungen zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden. Viele Anschläge werden sunnitischen Aufständischen angelastet. Sie fühlen sich von der schiitischen Mehrheit unterdrückt, die nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein im Jahr 2003, eines Sunniten, das Sagen hat.