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Politicker:Ahmadinedschad von iranischem Parlament befragt

Als erster Präsident in der Geschichte Irans hat Mahmud Ahmadinedschad sich persönlich einer Befragung durch das Parlament stellen müssen.

Vors Parlament zitiert: Irans Präsident Mahmud muss sich vor den Abgeordneten für seine Politik rechtfertigen.

(Foto: AFP)

Als erster Präsident in der Geschichte Irans hat Mahmud Ahmadinedschad sich persönlich einer Befragung durch das Parlament stellen müssen. Etwa eine Stunde lang stand er den Abgeordneten Rede und Antwort zu seiner Politik.

Ihm werden unter anderem wirtschaftliches Missmanagement und Respektlosigkeit gegenüber dem geistigen Führer Ajatollah Ali Chamenei vorgeworfen. Die Verlesung der an ihn gerichteten Fragen wurde im staatlichen Rundfunk übertragen. Die Vorladung war ein weiterer Rückschlag für Ahmadinedschad, dessen Lager Anfang des Monats bei der Parlamentswahl gegen seine konservativen Gegner unterlegen war.

Eigentlich sollte Irans Präsident bereits im vergangenen Jahr vor die Abgeordneten treten. Später wurde aber entschieden, dass er nur schriftlich auf deren Fragen eingehen müsse. Ahmadinedschads Antworten fielen in den Augen der Abgeordneten allerdings unbefriedigend aus. Kurz vor der Parlamentswahl war die Befragung dann wieder auf die Agenda gekommen.