PolenWie die rechtspopulistische PiS-Partei zerbricht

Lesezeit: 3 Min.

Schwarzer Anzug, schwarze Krawatte: So sieht man Jarosław Kaczyński meistens. Er drückt damit seine Trauer um seinen 2010 verunglückten Zwillingsbruder Lech aus.
Schwarzer Anzug, schwarze Krawatte: So sieht man Jarosław Kaczyński meistens. Er drückt damit seine Trauer um seinen 2010 verunglückten Zwillingsbruder Lech aus.
WOJTEK RADWANSKI/AFP

Ex-Premier Mateusz Morawiecki hat mit 40 Abgeordneten die einst mächtige Partei PiS verlassen. Nun steht Parteigründer Jarosław Kaczyński vor den Trümmern seines Lebenswerks. Wird er aufgeben?

Von Viktoria Großmann, Warschau

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Jarosław Kaczyński ist mit Bauarbeiten beschäftigt. Seine Nachbarn renovieren seit Monaten ihre Seite der Doppelhaushälfte in einem beschaulichen Viertel Warschaus, etwas nördlich vom Zentrum. Zwischenzeitlich zog der PiS-Parteivorsitzende – genannt Präses – wegen des Baulärms zu einem Cousin, wie die Boulevardpresse berichtete. Umbauen muss Kaczyński auch in seiner Partei „Recht und Gerechtigkeit“. Diese steckt in der größten und wohl folgenreichsten Krise, seitdem er die Partei 2001 mit seinem Zwillingsbruder Lech gründete.

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Mateusz Morawiecki
:Plötzlich Rebell

Der 58-Jährige kann sich in Polen der zweitlängsten Amtszeit als Ministerpräsident rühmen. Jetzt zertrümmert er die rechtsnationale PiS-Partei von Jarosław Kaczyński, der er seit 2016 angehörte. Offensichtlich hat er noch was vor.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

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