Jarosław Kaczyński ist mit Bauarbeiten beschäftigt. Seine Nachbarn renovieren seit Monaten ihre Seite der Doppelhaushälfte in einem beschaulichen Viertel Warschaus, etwas nördlich vom Zentrum. Zwischenzeitlich zog der PiS-Parteivorsitzende – genannt Präses – wegen des Baulärms zu einem Cousin, wie die Boulevardpresse berichtete. Umbauen muss Kaczyński auch in seiner Partei „Recht und Gerechtigkeit“. Diese steckt in der größten und wohl folgenreichsten Krise, seitdem er die Partei 2001 mit seinem Zwillingsbruder Lech gründete.
PolenWie die rechtspopulistische PiS-Partei zerbricht
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Schwarzer Anzug, schwarze Krawatte: So sieht man Jarosław Kaczyński meistens. Er drückt damit seine Trauer um seinen 2010 verunglückten Zwillingsbruder Lech aus.
WOJTEK RADWANSKI/AFPEx-Premier Mateusz Morawiecki hat mit 40 Abgeordneten die einst mächtige Partei PiS verlassen. Nun steht Parteigründer Jarosław Kaczyński vor den Trümmern seines Lebenswerks. Wird er aufgeben?
Von Viktoria Großmann, Warschau
