Polens EU-Außengrenze:Ein gewaltiger Zaun

Lesezeit: 3 min

Buddeln, biegen, klettern: Flüchtlinge aus Belarus versuchen alles, den polnischen Grenzzaun zu überwinden und nach Europa zu gelangen. (Foto: Czarek Sokolowski/AP)

Die Regierung von Donald Tusk richtet erneut eine Verbotszone an der Grenze zu Belarus ein. Dieses „Schutzschild Ost“ soll Flüchtlinge und Schlepper abschrecken. Humanitäre Helfer fürchten, dass sich die Lage nun erst recht zuspitzt.

Von Viktoria Großmann, Warschau

Seine Regierung habe in den ersten Monaten der Post-PiS-Ära ein paar Mauern einreißen müssen, sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk im Mai. Da war er fünf Monate im Amt. Von Anfang aber war klar, welche Mauer Tusk nicht einreißen wird. Den Stahlzaun, den die PiS-Regierung 2022 an der Grenze zu Belarus errichten ließ. Im Gegenteil, Tusk ist diese Mauer nicht hoch und sicher genug. Seit einigen Tagen nun gibt es im Grenzgebiet erneut eine Verbotszone, die Regierung spricht von einer Pufferzone. Sie soll dazu beitragen, das Grenzgebiet sicherer zu machen. Wem genau das Sicherheit bringen soll und ob die Zone nicht am Ende sogar mehr Unsicherheit bringen wird, das ist genauso umstritten wie zu PiS-Zeiten.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusPolen vor der Europawahl
:Hauptsache, sicher

Sicherheit ist das bestimmende Thema im polnischen Europawahlkampf. Nur reden PiS-Partei und die Regierung von Donald Tusk von unterschiedlichen Gefahren.

Von Viktoria Großmann

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: