Deutsch-polnische Grenze:„Inakzeptabler Vorfall“

Lesezeit: 3 min

Die deutsch-polnische Grenze im brandenburgischen Hohenwutzen steht im Zentrum des Streits zwischen Berlin und Warschau. (Foto: Rolf Walter/Imago)

Polen wirft der Bundespolizei vor, eine afghanische Flüchtlingsfamilie über die Grenze gebracht zu haben. Wie die seltsame Rückführung zum Politikum auf höchster Ebene wurde.

Von Markus Balser, Daniel Brössler, Georg Ismar, Berlin

An Grenzübergängen zu Polen sind schon seit Monaten wieder Bundespolizisten zu sehen, um illegale Einreisen zu verhindern – zur Fußball-EM wurden die Maßnahmen an Deutschlands Außengrenzen noch einmal verstärkt. Dabei sind mitunter ungewöhnliche Szenen zu beobachten, etwa am Samstagmittag an der Grenzbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und Slubice. Ein dunkelgrauer Transporter mit schwarzen Scheiben fährt vor, Polizisten drängen die Insassen zur Eile, und fordern sie auf, mit ihrem Gepäck zügig über die Brücke nach Polen zu gehen.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusPolens EU-Außengrenze
:Ein gewaltiger Zaun

Die Regierung von Donald Tusk richtet erneut eine Verbotszone an der Grenze zu Belarus ein. Dieses „Schutzschild Ost“ soll Flüchtlinge und Schlepper abschrecken. Humanitäre Helfer fürchten, dass sich die Lage nun erst recht zuspitzt.

Von Viktoria Großmann

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: