Polen-Belarus:Erneut toter Migrant im Grenzgebiet

In Polens Grenzgebiet zu Belarus hat die Polizei erneut einen Toten gefunden. Es handle sich um einen 24-Jährigen aus Syrien, der sich zuletzt in Belarus aufgehalten habe, sagte ein Sprecher der Polizei in der Woiwodschaft Podlachien der Agentur PAP. Demnach entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers die Leiche nahe des Dorfes Klimowka. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, Minsk werde Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern. Eine Gruppe Flüchtlinge war wochenlang im Wald an der Grenze blockiert, Polen ließ sie nicht ein, in Belarus durften sie sich offenbar nicht bewegen. Laut PAP markiert der Leichenfund den fünften bekannten Todesfall unter Migranten an der polnisch-belarussischen Grenze. Die Angaben von Grenzschutz und Polizei lassen sich nicht unabhängig überprüfen, da Polen in der Grenzregion den Ausnahmezustand verhängt hat. Journalisten und Hilfsorganisationen dürfen nicht hinein.

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