SZ-Podcast "Auf den Punkt":Wie Israel mit Corona leben lernt

Lesezeit: 1 min

Die Corona-Entwicklung in Israel liegt oft Monate vor unserer. Was wir daraus lernen können.

Von Peter Münch und Lars Langenau

Israel hat dem US-Pharmakonzern Pfizer für eine groß angelegte Studie alle Daten des israelischen Impfprogramms zur Verfügung gestellt. Deshalb gab es da auch nie eine Knappheit an Impfstoffen. Zudem ist das Land in der Entwicklung des Virus immer ein paar Monate vor Deutschland.

Gerade befindet es sich in der fünften Corona-Welle. "Die Zahlen gehen wirklich durch die Decke", sagt SZ-Israel-Korrespondent Peter Münch. Allerdings seien auch schwere Krankheitsverläufe sehr selten. Auch deshalb reagiere Israels Regierung diesmal gelassen. Statt Isolation und Lockdowns gebe es aktuell keinerlei ernsthafte Kontaktbeschränkungen. "Die Regierung lässt es laufen."

Deshalb impfe man auch nur Risikogruppen als bislang einziges Land der Welt mit der vierten Dosis. Ob das allerdings wirklich sinnvoll sei, darüber werde derzeit viel diskutiert. "Es gibt einfach zu wenig Daten, so genau weiß man es noch nicht." Zwar sei die Herdenimmunität kein offizielles Regierungsprogramm, aber auch im Gesundheitsministerium setzen wohl manche inzwischen genau da drauf, meint Münch. "Man versucht hier mit mit dem Virus zu leben. Auch in der Hoffnung, dass die Pandemie bald endemisch wird."

Weitere Nachrichten: Impfpflicht in den USA, Zitterpartie um Djokovic geht weiter.

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