SZ-Podcast "Auf den Punkt" Wahlen im Kongo: Ein Ergebnis, aber keine Ruhe

Nachdem die Bürger lange warten mussten, steht die Überraschung fest: Oppositionskandidat Tshisekedi soll neuer Präsident im Kongo werden. Doch am Ergebnis gibt es erhebliche Zweifel.

Zwei Jahre lang hat der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, die Wahlen hinausgezögert, um an der Macht zu bleiben. Dann wurde Ende Dezember gewählt, doch mehr als eine Million Menschen aus Unruhe- und Ebolagebieten durften nicht mit abstimmen. Eigentlich hätte schon am Sonntag das Ergebnis bekannt gegeben werden sollen, aber es gab "logistische Probleme".

Nun hat die Wahlkommission überraschenderweise den Oppositionskandidaten Félix Tshisekedi zum Sieger erklärt. Doch schon kurz nach der Wahl zweifeln viele die Rechtmäßigkeit der Wahl an. Auch die katholische Kirche, die als einzige Organisation auf ein flächendeckendes Netz von unabhängigen Wahlbeobachtern zurückgreifen kann, mischt sich ein. Dass in der Demokratischen Republik Kongo zum ersten Mal seit der belgischen Kolonialzeit ein Machtwechsel friedlich abläuft, steht also noch lange nicht fest, fasst SZ-Außenpolitikredakteur Tobias Zick zusammen.

Weitere Themen: Stellenabbau bei Ford, Streiks an deutschen Flughäfen, Treffen zwischen Xi Jingping und Kim.

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