SZ-Podcast "Auf den Punkt" Fünf Monate Wartezeit für psychisch Kranke sind zu viel

Der Gesundheitsminister macht einen Vorschlag, wie psychisch Kranke schneller einen Therapieplatz bekommen. Über 200 000 Menschen unterzeichnen dagegen eine Petition. Wieso?

Fünf Monate. So lange ist die durchschnittliche Wartezeit für Patienten in Deutschland, um eine Psychotherapie anzufangen. Für viele zu lang. Das Problem besteht vor allem auf dem Land, wo es wenige Psychotherapeuten gibt.

Gesundheitsminister Spahn hat nun einen Vorschlag gemacht: Ausgewählte Ärzte und Therapeuten sollen psychisch kranke Menschen untersuchen, noch bevor sie eine Praxis besuchen. Je schwerer das Problem, umso schneller ein Termin. Dagegen haben 200 000 Bürgerinnen und Bürger eine Petition unterschrieben. Sie sehen in Spahns Vorschlag nur eine neue Hürde, sagt SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt.

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