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SZ-Podcast "Auf den Punkt":356 Seiten erschüttern die Kirche

Bei der Bischofskonferenz in Fulda zeigt sich: Die Kirche steckt in einer existenziellen Krise. Für Matthias Drobinski kommt die derzeitige Form des Klerikalismus an ihr Ende.

Es sind erschreckende Zahlen, die an diesem Dienstag bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda vorgestellt werden: mindestens 3677 Kinder und Jugendliche sind in Deutschland zwischen 1946 und 2014 von Klerikern sexuell missbraucht worden. Mehr als die Hälfte von ihnen war jünger als 14 Jahre. Das steht in der Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche.

Nur gegen ein Drittel der Kleriker ist daraufhin ein kirchenrechtliches Verfahren eröffnet worden. Häufig wurden die Täter einfach nur in eine andere Gemeinde versetzt. Erzbischof Reinhard Marx ist bestürzt. Opferverbände und der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung fordern mehr Transparenz. Andere wollen, dass die Kirche Priestern erlaubt, zu heiraten. Für Matthias Drobinski, der für die Süddeutsche Zeitung über Kirchenthemen schreibt, kommt die derzeitige Form des Klerikalismus an ihr Ende.

Weitere Themen: Merkel macht Diesel-Affäre zur Chefsache, Österreichs Innenministerium warnt Polizei vor Medien, Fluglinie muss Israeli nicht befördern.

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