Péter Magyar ist seit Samstag Ungarns neuer Ministerpräsident. Nach sechzehn Jahren ist die Ära Orbán nun auch offiziell zu Ende. Magyars Wahl sei auch die symbolische Rückkehr nach Europa, sagt Korrespondentin Verena Mayer: „Das Land möchte wieder ein ganz aktiver Teil der europäischen Gemeinschaft sein und die Blockadehaltung unter seinem Vorgänger Viktor Orbán beenden.“ Ungarn wolle „nicht mehr ein Stock in den Speichen sein, sondern eine Speiche am Rad“.
Mayer sagt, dass Magyar unter einem großen Zeitdruck stehe: Bis Ende Mai muss er es schaffen, die zurückgehaltenen Milliarden aus dem Corona-Wiederaufbaufonds zu beantragen, bis August muss Ungarn zahlreiche Reformen auf den Weg gebracht haben, ohne die die EU kein Geld auszahlt. Dabei geht es etwa um die Bekämpfung von Korruption und die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit. Der neue Ministerpräsident vertraue bei der Umsetzung vieler Reformvorhaben auf eine Expertenregierung, sagt Mayer. Erstmals sieht man einige Frauen auf der Regierungsbank, etwa Außenministerin Anita Orbán, die zuletzt Topmanagerin in einem internationalen Unternehmen war.
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Zum Weiterlesen und -hören:
Hier finden Sie Verena Mayers Reportage aus Budapest.
Den mit Grafiken und Simulationen angereicherten Text über den riesigen Tsunami in Alaska lesen Sie hier.
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