Podcast: „Auf den Punkt“Ostermärsche: Pazifismus in Zeiten der Kriege

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„Auf den Punkt“ – der Nachrichtenpodcast der  Süddeutschen Zeitung .
„Auf den Punkt“ – der Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung. SZ

„Kriege schaffen immer nur wieder neue Kriege“: Gespräch mit dem Philosophieprofessor Thomas Kater über die Unwahrscheinlichkeit von Frieden in kriegerischen Zeiten.

Von Lars Langenau

US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede an die Nation am Mittwochabend gedroht, Iran „in die Steinzeit“ zu bomben. Das ist eine völlig sinnfreie Aussage, sagt Thomas Kater, der Philosophie an der Universität Leipzig lehrt und sich viel mit Pazifismus beschäftigt hat. Pazifisten als „weltfremde Spinner“ zu bezeichnen, hält er für „reine Denunziation“. Er wüsste nicht, was weltfremd daran sein solle, Kriege als sinnfrei abzulehnen: Es könne „keinen guten Krieg geben“, sagt Kater weiter: „Alle Kriege sind schlechte Kriege.“

Angesichts dieser kriegerischen, Trump’schen Töne wirkt das diesjährige Motto der Ostermärsche „Kriege verweigern – Frieden schaffen“ hilflos. Kater erläutert, dass Pazifismus noch nie eine einheitliche Bewegung gewesen sei, sondern immer verschiedene Strömungen umfasst habe. Zentral aber sei ihm die Ablehnung des Krieges als „sinnlos und zerstörerisch“. Im Gegensatz zum Bellizismus, der entmenschliche, folge der Pazifismus einer radikalen individuellen Ethik.

Zum Weiterlesen:

Hier finden Sie unseren Artikel zum Start der Mondumrundung.

Unseren Liveblog dazu hier.

Und hier den Livestream von der Nasa.

Zumindest einen Teil der im Gespräch erwähnten Literatur zum Pazifismus finden Sie hier:

Bertha von Suttner (1889), „Die Waffen nieder!“

Bruno Vogel (1924), „Es lebe der Krieg! Ein Brief“

Erasmus von Rotterdam (1517), „Die Klage des Friedens“

Ernst Friedrich (1924), „Krieg dem Kriege“

Hans Driesch (1927), „Die sittliche Tat. Ein moralphilosophischer Versuch“

Helene Stöcker (2015), hrsg. Reinhold Lütgemeier-Davin und Kerstin Wolff, „Lebenserinnerungen. Die unvollendete Autobiographie einer frauenbewegten Pazifistin“

Immanuel Kant (1797), „Metaphysik der Sitten“

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