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Plauen:Nazi-Aufmarsch in Sachsen: Polizei setzt Wasserwerfer und Schlagstöcke ein

1. Mai in Sachsen

Polizisten gehen in Plauen gegen rechtsextreme Demonstranten vor

(Foto: dpa)

In Plauen gehen Rechtsextreme und linke Gegendemonstranten auf die Straße. Die Polizei spricht von "extremen Ausschreitungen" und einem "massiven Gewaltausbruch".

Bei Zusammenstößen zwischen Rechtsextremen und Linken sind am Sonntag in Plauen mehrere Menschen verletzt worden. Von rechtsextremen Teilnehmern einer Demonstation sei ein "massiver Gewaltausbruch" ausgegangen, teilte die sächische Polizei mit. Sie habe gegen die Personen Wasserwerfer und Pfefferspray eingesetzt. Neonazis hatten bereits vor zwei Jahren am 1. Mai in der sächsischen Stadt demonstriert.

Gegen die Nazi-Demo in Plauen waren linke Gegendemonstranten angereist. Auch aus dieser Gruppe habe es "extreme Ausschreitungen gegenüber Polizeibeamten" gegeben, so die Behörde. Auch hier seien Schlagstöcke und Wasserwerfer zum Einsatz gekommen.

In Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern demonstrierten ebenfalls Rechte. Etwa 400 NPD-Anhänger versammelten sich der Polizei zufolge in der Stadt. Auch hier gab es Gegendemonstranten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte erfolglos versucht, die NPD-Demo vor Gericht zu verbieten.

In Zwickau störte eine Gruppe Rechter einen Auftritt von Bundesjustizminister Heiko Maas mit Trillerpfeifen und Buh-Rufen. Die Rednerbühne wurde von der Polizei geschützt. Insgesamt nahmen mehrere Hundert Menschen an der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds teil.

Auch in in Bochum in Nordrhein-Westfalen ist es bei einer NPD-Kundgebung zu Ausschreitungen gekommen. Gegendemonstranten hätten am Sonntag Polizisten angegriffen, teilten die Beamten mit. Zwei Polizisten seien von Steinen getroffen und verletzt worden. Es gebe rund 2400 Gegendemonstranten, die versuchen würden, den Aufzug der NPD mit rund 180 Teilnehmern zu unterbinden. Geschätzt seien 500 davon gewaltbereit. Aus ihren Reihen seien Steine, Flaschen und Rauchtöpfe auf die Einsatzkräfte geworfen worden. Die Polizei setzte Pfefferspray ein.

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