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Planlose Förderung:Vorschläge für eine bessere Familienpolitik

Viele Familienleistungen sind wirkunglos: Auch wenn das Ministerium dementiert, derzeit ein entsprechendes Gutachten zurückzuhalten - auf einen solchen Bericht muss man nicht warten, um zu wissen, was sich ändern muss.

Bis zu 200 Milliarden Euro werden in Deutschland jedes Jahr für familienpolitische Leistungen ausgegeben. Das Dickicht der ehe- und familienpolitischen Leistungen ist fast undurchdringlich - und viele zeigen keinerlei Wirkung oder sind sogar kontraproduktiv. Das hat der Spiegel mit seiner jüngsten Titelstory wieder einmal ins Blickfeld gerückt. Auch wenn die Behauptung des Magazins, ihm läge ein unveröffentlichtes Gutachten der Regierung vor, so offenbar nicht zu halten ist.

"Es gibt weder einen Regierungsbericht noch einen Zwischenbericht. Die Beiträge einer wissenschaftlichen Tagung als Regierungsmeinung oder Regierungsstudie zu bezeichnen, ist falsch und zutiefst unseriös", teilt das Familienministerium mit. Die Arbeiten an einer "Gesamtevaluation der familienbezogenen Leistungen" liefen noch.

Doch niemand muss einen Bericht des Ministeriums von Kristina Schröder vorliegen haben, um zu sehen, dass viele familienpolitische Leistungen fragwürdig sind, überflüssig - oder auch einfach nicht mehr zeitgemäß. Und dass die Familienpolitik wahrlich aus mehr als einem Guss ist und dringend geändert werden sollte.