Pistorius-Ärger:"Ich muss das hier nicht machen"

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Verteidigungsminister Boris Pistorius (re.) kämpft aktuell gegen viele Widerstände, auch aus den eigenen Reihen. (Foto: Florian Gaertner/Imago)

Der Verteidigungsminister ist der beliebteste Politiker des Landes, doch nun droht er bei zwei Schlüsselthemen ausgebremst zu werden - auch durch den Kanzler. Da platzt Pistorius der Kragen.

Von Georg Ismar und Sina-Maria Schweikle, Berlin

Eigentlich ist ein Koalitionsfrühstück eine freundliche Sache, Kaffee und Brötchen mit dem Minister. Doch Boris Pistorius kann derzeit täglich erleben, wie ihm besonders die eigenen Leute in den Rücken fallen. "Er hat den Kanzler gegen sich und die Fraktionsführung, die lassen ihn ganz schön auflaufen", formuliert es ein hochrangiger Bundeswehrvertreter. Hinzu kommt starker FDP-Widerstand gegen neue Schuldenvorschläge von ihm. Und so platzt Pistorius beim Austausch mit Haushalts- und Verteidigungspolitikern in seinem Ministerium ein wenig der Kragen, es geht um eine Lösung für den Verteidigungsetat für 2025. "Ich muss das hier nicht machen", sagt er am Dienstag nach Angaben mehrerer Teilnehmer, die das der Süddeutschen Zeitung bestätigen.

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