Philippinen Sorge um Menschenrechte

Wegen des Anti-Drogen-Kriegs mit Tausenden Toten auf den Philippinen hat der UN-Menschenrechtsrat eine Untersuchung beschlossen. Der Rat sei besorgt über Berichte, wonach Menschen verschwinden, willkürlich festgenommen, eingeschüchtert und getötet werden, heißt es in der Resolution. Dafür stimmten 18 der 47 Mitglieder, 15 enthielten sich, 14 stimmten dagegen. Philippinische Behörden räumten mehr als 6600 Tötungen ein, die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, zitierte im März Berichte von bis zu 27 000 Toten. Der Rat äußerte sich betroffen über philippinische Einschüchterungen und Drohungen gegen UN-Experten. Präsident Rodrigo Duterte hatte einem UN-Sonderberichterstatter geraten, er solle "zur Hölle fahren", einer UN-Expertin drohte er Schläge an.