Sozial- und Seniorenverbände haben die mögliche Einführung eines sozialen Pflichtjahres für Rentner kritisiert. „Wir sollten zur Abwechslung mal anerkennen, was ältere Menschen in diesem Land leisten, anstatt ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie faul sind und der Gesellschaft auf der Tasche liegen“, sagte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zuvor hatte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, ein solches Jahr gefordert und gesagt, die ältere Generation müsse sich gesellschaftlich „stärker einbringen“. Laut Bentele pflegen viele Rentner Familiengehörige oder kümmern sich um Enkel, damit Eltern arbeiten können. Andere engagierten sich in Vereinen und Initiativen und handelten so im Sinne einer solidarischen Gesellschaft. „Da braucht es kein verordnetes soziales Pflichtjahr“, so Bentele.