GesundheitRegierung verärgert Pflegekräfte mit Reformideen

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„So wird das nichts“: Der Arbeitgeberverband Pflege ist enttäuscht von Nina Warkens Entwurf. Die Ministerin will die Pflegeversicherung nachhaltig finanzieren.
„So wird das nichts“: Der Arbeitgeberverband Pflege ist enttäuscht von Nina Warkens Entwurf. Die Ministerin will die Pflegeversicherung nachhaltig finanzieren. (Foto: Kira Graap/IMAGO)

Eine Kommission der Gesundheitsministerin will die Versorgung von Pflegebedürftigen verbessern. Es hagelt Kritik – auch weil offen bleibt, wie die Vorschläge finanziert werden sollen.

Von Rainer Stadler, München

Der Entwurf der Expertenkommission „Zukunftspakt Pflege“ war noch nicht offiziell vorgestellt, da hagelte es schon Kritik. „So wird das nichts“, schimpfte der Arbeitgeberverband Pflege. Der Deutsche Pflegerat beklagte, dass weiter die Kassen, Länder und Kommunen über die Pflege und ihre Zukunft bestimmen sollen, nicht aber die Pflegekräfte selbst und ihre Verbände. Die Kritik verstummte auch nicht, als Bundesgesundheitsministerium Nina Warken (CDU), die den Vorsitz in der Kommission innehat, den Entwurf präsentierte. Sie beteuerte am Donnerstagnachmittag, man sei angetreten, „um die soziale Pflegeversicherung auf ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Fundament zu stellen“. Die vorgelegten Ergebnisse der Bund-Länder-Kommission lieferten dafür eine „gute Grundlage“.

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