Impfpflicht:"Jede Fachkraft, die wir verlieren, bedeutet, dass wir weniger Menschen pflegen können"

Lesezeit: 4 min

Impfpflicht: Der Caritasverband Mönchengladbach hat neulich mal wieder sechs Stellen für Pfleger ausgeschrieben. Es kam genau eine Bewerbung.

Der Caritasverband Mönchengladbach hat neulich mal wieder sechs Stellen für Pfleger ausgeschrieben. Es kam genau eine Bewerbung.

(Foto: Tom Weller/dpa)

Von Mitte März an dürfen in Krankenhäusern, Altenheimen und bei Pflegediensten nur noch Menschen arbeiten, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Wird der Pflegenotstand dadurch noch schlimmer?

Von Benedikt Peters

Wenn Georg Bronheim darüber spricht, was in diesem Frühjahr auf ihn zukommt, dann nennt er Zahlen. Die Zahl Zehn etwa. Mit zehn Mitarbeitern hat Bronheim in den vergangenen Wochen gesprochen, weil sie noch nicht geimpft waren. Oder die Zahl Vier. Vier dieser Mitarbeiter, sagt Bronheim, hätten in den Gesprächen gesagt, sie blieben dabei: keine Impfung. Was ihn zu den nächsten Zahlen führt: "Eine unserer Pflegekräfte kümmert sich um fünf bis 15 Senioren. Wir müssen damit rechnen, dass wir ab Mitte März ungefähr 30 Menschen weniger versorgen können."

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