PeruRechtskonservative Fujimori gewinnt Präsidentenwahl

Keiko Fujimori bewarb sich bereits zum vierten Mal um das Präsidentenamt.
Keiko Fujimori bewarb sich bereits zum vierten Mal um das Präsidentenamt.
Guadalupe Pardo/AP/dpa

Vier Anläufe benötigt die Tochter des verstorbenen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori für den knappen Wahlsieg. Sie verspricht eine harte Hand gegen das organisierte Verbrechen und will die Wirtschaft deregulieren.

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Die rechtskonservative Kandidatin Keiko Fujimori hat nach Abschluss der langwierigen Stimmenauszählung die Präsidentenwahl in Peru knapp gewonnen. Die 51-Jährige kam auf 50,13 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt des südamerikanischen Landes mehr als drei Wochen nach der Stichwahl am 7. Juni mitteilte. Der Linkspolitiker Roberto Sánchez erhielt demnach 49,86 Prozent.

Gerade einmal 49 641 Stimmen trennten die Kontrahenten in einem Land mit 27 Millionen Wahlberechtigten. Sie werde auf die offizielle Bekanntmachung der endgültigen Wahlergebnisse durch die nationale Wahlkommission JNE in den kommenden Tagen mit „großer Bescheidenheit, Umsicht und Verantwortungsbewusstsein“ warten, schrieb Fujimori auf der Plattform X. „Wir kommen dem Beginn eines Weges der Ordnung und Hoffnung für alle Peruaner immer näher.“ Ihr Gegner hatte zuvor angekündigt, die Wahlergebnisse nicht anzuerkennen.

Fujimori ist die Tochter des wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilten und bereits gestorbenen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori. Die Politikerin der konservativen Partei Fuerza Popular kandidierte bereits zum vierten Mal für das Präsidentenamt. Sie hat angekündigt, hart gegen das organisierte Verbrechen vorzugehen. Außerdem plant sie eine Deregulierung der Wirtschaft. Ihr Amt wird sie am 28. Juli antreten.

Die politische Lage in dem Land mit rund 35 Millionen Einwohnern ist von einem ständigen Konflikt zwischen Parlament und Regierung geprägt. Der Kongress kann Präsidenten wegen „moralischer Unfähigkeit“ des Amtes entheben. In den vergangenen zehn Jahren hatte Peru acht Präsidenten.

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