"Die Antwort auf den mathematischen Druck der Demographie kann nicht die ersatzlose Suspendierung der Rente mit 67 sein."

Auch 2012 ist auf Steinbrück Verlass. Anfang Januar stellt er gegen die Linie seiner Partei die Rente mit 67 in Frage. Sogleich hagelt es Kritik vom linken Parteiflügel. Erst auf dem Parteitag im Dezember hatte die SPD entschieden, dass die Rente mit 67 ausgesetzt werden solle, bis die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht. Steinbrück sind solche sozialdemokratischen Formelkompromisse ein Graus, persönlich hält er eine starre Pensionsgrenze ohnehin für irrelevant. Er will offenbar 2013 gern Kanzler werden - mit dann 66 Jahren.

Bild: dpa 28. September 2012, 10:122012-09-28 10:12:50 © Süddeutsche.de/rai/segi/mikö