"Den Leuten kommen wir im Moment wie eine Heulsuse vor: Wir ziehen eine Flunsch wegen der Popularität der Kanzlerin. Wir gucken verkniffen auf das Phänomen der Linkspartei. Wir klagen darüber, dass die Globalisierung uns erwischt, obwohl Deutschland davon profitiert. Wir heulen, weil wir Reformpolitik machen müssen."

Steinbrücks Angriffe auf die eigenen Parteigenossen sind legendär. Im August 2007, der gebürtige Hamburger ist inzwischen zum Finanzminister der großen Koalition aufgestiegen, beschimpft er die parteiinternen Kritiker der Reformpolitik Gerhard Schröders - was bei der SPD-Linken für Empörung sorgt.

Bild: dpa/dpaweb 28. September 2012, 10:122012-09-28 10:12:50 © Süddeutsche.de/rai/segi/mikö