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Parteien nach Berlin-Wahl:Schwarz und Gelb beschwören ihr Bündnis

Das Wahlergebnis der FDP in Berlin sei "na ja", sagt Bundeskanzlerin Merkel. Allerdings werde die verheerende Niederlage des Landesverbands der Liberalen keine Auswirkungen auf die Arbeit der Koalition im Bund haben: "Die Bundesregierung arbeitet", verkündet die Kanzlerin knapp. FDP-Chef Rösler rettet sich in Zynismus: Das Potential seiner Partei hält er für "nach oben hin ausbaufähig".

News-Ticker.

Mit der Berliner Landtagswahl endet das Superwahljahr 2011: Rot-Rot ist abgewählt, Klaus Wowereit bleibt Regierungschef, will sich aber auch am Tag nach der Wahl die Koalitionsfrage offenhalten. Die FDP streitet derweil über die Ursachen ihrer historischen Niederlage. Die wichtigsten Ereignisse des Tages im Überblick:

[] Ist der euroskeptische Kurs schuld am Wahldebakel der FDP? Parteichef Rösler gesteht die Niederlage ein und spricht vom "schwersten Wahlabend". Prominente Liberale fordern "klare Kante" in Berlin.

[] Kanzlerin Merkel macht den antieuropäischen Populismus des Berliner Verbands der Liberalen für das Ergebnis des Koalitionspartners verantwortlich, versichert aber, das Wahlergebnis werde keine Konsequenzen für die Arbeit im Bund haben.

[] Die Berliner Grünen betonen erneut, dass sie gemeinsam mit der SPD regieren wollen.

[] Die Piraten sind die Überraschungssieger. Sie kündigen an, nun beweisen zu wollen, dass sie zu ernsthafter Politik fähig seien.

Aus Berlin berichtet für sueddeutsche.de Thorsten Denkler.

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