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Parteien - München:CSU setzt auf jünger und weiblicher

München (dpa/lby) - Bei der bayerischen Kommunalwahl im März 2020 will die CSU mit jungen Kandidatinnen in den Großstädten um die Oberbürgermeisterposten kämpfen. "Wir setzen tatsächlich auf ganz neue, frische Kräfte, die auch für sich selber für einen neuen Stil stehen", sagte Parteichef Markus Söder am Montag vor der Sitzung des CSU-Vorstands in München. Für einen erfolgreichen Wahlkampf sei wichtig, in den Großstädten eine andere Form von Politik zu machen. Mancherorts müsse sich die CSU in Dreikämpfen mit Bewerbern auseinandersetzen, in anderen Städten wisse man nicht, ob die SPD überhaupt noch ein Gegner sei.

Die von ihm geforderte Erneuerung der CSU komme in den großen Städten gut voran, sagte Söder. Der Grundsatz jünger und weiblicher zeige sich bei den Kandidatinnen für München, Kristina Frank, für Augsburg, Eva Weber, und für Regensburg, Astrid Freudenstein, "schon sehr gut". "Es wird eine spannende Kommunalwahl werden für uns. Ich glaube, so frisch ist die CSU noch nie in den Städten angetreten", sagte Söder.

Über Wahlziele seiner Partei sagte Söder nichts. Keine andere Partei hat aktuell so viele kommunale Mandate wie die CSU. In Großstädten wie München und Nürnberg stellt jedoch schon seit langem die SPD die Oberbürgermeister. Und zuletzt waren vor allem die Grünen hier im Aufwind. Im Mai hatte CSU-Generalsekretär Markus Blume die Messlatte für ein erfolgreiches Abschneiden der CSU schon sehr hoch gehängt: "Spätestens bis zur Kommunalwahl wollen wir wieder in allen Städten stärkste Kraft sein."