Parteien - Kiel:Ex-Grünen-Landeschef Arfst Wagner tritt aus der Partei aus

Kiel (dpa/lno) - Der ehemalige Grünen-Chef von Schleswig-Holstein, Arfst Wagner, ist aus der Partei ausgetreten. Hintergrund sind wohl Differenzen innerhalb der Partei. Er habe sich zu diesem Schritt nach den Vorgängen um das Zukunftslabor in Schleswig-Holstein und den damit verbundenen innerparteilichen persönlichen Erlebnissen entschieden, schreibt Wagner auf seiner Facebook-Seite.

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Kiel (dpa/lno) - Der ehemalige Grünen-Chef von Schleswig-Holstein, Arfst Wagner, ist aus der Partei ausgetreten. Hintergrund sind wohl Differenzen innerhalb der Partei. Er habe sich zu diesem Schritt nach den Vorgängen um das Zukunftslabor in Schleswig-Holstein und den damit verbundenen innerparteilichen persönlichen Erlebnissen entschieden, schreibt Wagner auf seiner Facebook-Seite.

CDU, Grüne und FDP hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag auf ein sogenanntes Zukunftslabor verständigt, in dem sie gemeinsam mit Experten Modelle wie Bürgergeld oder bedingungsloses Grundeinkommen (bGE) diskutieren wollen. Er sei derjenige gewesen, der das Zukunftslabor in den Vertrag mit reinverhandelt habe, sagte Wagner am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Damit sei er wohl einigen auf den Schlips getreten. Der neue Parteivorstand habe ihn Stück für Stück aus der Arbeit herausgedrängt. Er wolle gerne weiter an dem Thema arbeiten, er sei offen über Parteigrenzen hinaus. Auf seiner Internetseite beschreibt sich Wagner als "seit Mai 2018 parteiloser bGE-Aktivist und Kreativforscher".

Die seit Oktober amtierende Landesvorsitzende Ann-Kathrin Tranziska sagte, "wir bedauern den Parteiaustritt von Arfst Wagner politisch und menschlich". Tranziska versicherte, "das Thema bGE, das stark mit ihm verknüpft wird, werden wir selbstverständlich mit Nachdruck weiter bearbeiten und würden uns über Arfst Wagners Unterstützung freuen".

Wagner saß 2012 bis 2013 für die Grünen im Bundestag und war von Mai 2015 bis Oktober 2017 Teil der grünen Doppelspitze im Land. Der Mit-Sechziger verlor in einem Wahlkrimi gegen den 29-jährigen Steffen Regis.

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