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Parteien - Berlin:Junge Union: Laschet, Merz und Röttgen stellen sich Fragen

Berlin
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Roberto Pfeil/dpa (Foto: dpa)

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Berlin (dpa) - Die drei Bewerber für den CDU-Vorsitz stellen sich heute erstmals gemeinsam auf einer Bühne den Fragen eines Parteipublikums. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen sind dazu vom Parteinachwuchs der Jungen Union (JU) nach Berlin eingeladen worden. JU-Mitglieder sind per Videokonferenz zugeschaltet. Der Auftritt wird live auf den Social-Media-Kanälen der JU sowie vom Fernsehsender Phoenix übertragen.

Das Treffen soll mit jeweils fünfminütigen Eingangsstatements von Laschet, Merz und Röttgen beginnen - die Reihenfolge wird ausgelost. Anschließend sollen JU-Mitglieder Fragen aus vier Kategorien stellen: Bildung der Zukunft, Innovation und Digitales, Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit sowie zum Thema Moderne Volkspartei.

Mit Spannung wird erwartet, wie die Kandidaten miteinander umgehen. Greifen sie sich womöglich persönlich an? In der CDU wird befürchtet, dass die Partei nach einem knappen Ergebnis bei der Vorsitzendenwahl gespalten ins Superwahljahr 2021 mit Bundestagswahl und sechs Landtagswahlen gehen könnte.

Zudem dürften die Bewerber gefragt werden, wann der gemeinsame Kanzlerkandidat mit der CSU gekürt werden sollte oder wie sie zu einer möglichen Kanzlerkandidatur des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chefs Markus Söder stehen. Söder lag in Umfragen zur Kanzlerkandidatur zuletzt immer weit vorne.

Am Ende will JU-Chef Tilman Kuban eine zweiwöchige Mitgliederbefragung der Jugendorganisation zum CDU-Vorsitz starten. Das Ergebnis gilt als Empfehlung des Parteinachwuchses für die Wahl zum CDU-Chef beim Anfang Dezember geplanten Parteitag in Stuttgart. Die JU - die gemeinsame Jugendorganisation von CDU und CSU - hat nach eigenen Angaben knapp 100 000 Mitglieder. Von den 1001 Delegierten des CDU-Parteitages gehören etwa 100 der JU an.

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