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Parteien - Berlin:Grüne testen Wahlkampf ohne Plastikmüll

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Grünen gehen im Wahlkampf für die Europawahl am 26. Mai neue Wege: Der Kreisverband Lichtenberg will versuchen, bei der Wahlwerbung auf Plastikutensilien zu verzichten, die in der Regel schnell im Müll landen. "Unsere Plakate können im Altpapier entsorgt werden, unsere Kugelschreiber haben einen Schaft aus Pappe, und unsere Einkaufschips sind aus Holz", erläuterte der Kreisvorsitzende Philipp Ahrens am Montag. Statt Luftballons verteilen die Lichtenberger Grünen an ihren Infoständen Windräder aus Holz und Papier, statt Minitütchen mit Gummibären gibt es lose Kekse - natürlich bio.

"Plastikmüll verschmutzt unwiederbringlich unsere Meere, Flüsse und unsere Erde", so Ahrens. Deutschland exportiere große Teile seines Plastikmülls nach Südostasien, wo er nicht immer fachgerecht entsorgt werde. Dagegen gelte es mehr zu tun, auch wenn es schwerfalle. Für Kabelbinder aus Plastik etwa, mit denen Plakate an Laternenpfählen befestigt werden, seien nur schwer Alternativen zu finden. "Wir versuchen es mit Draht, Schnüren oder wiederverwertbaren Kabelbindern."

Beim Grünen-Landesverband wird betont, dass die Partei in Wahlkämpfen schon immer Wert darauf lege, sparsam beim Einsatz von Plastik zu sein. Der Versuch in Lichtenberg sei ein spannendes Experiment, so eine Sprecherin.