Parlamentswahl in Island:Mehrheit behauptet

Die Regierungskoalition der Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir hat ihre Mehrheit bei der Parlamentswahl in Island behauptet. Allerdings verschieben sich die Kräfteverhältnisse unter den Bündnispartnern recht deutlich: Während Jakobsdóttirs Links-Grüne Bewegung nur noch auf acht statt elf Mandate kommt, konnte der kleinere ihrer beiden Koalitionspartner, die bäuerlich-liberale Fortschrittspartei, gleich fünf Sitze im Parlament Althing dazugewinnen. Stärkste Kraft bleibt die dritte Partei der Koalition, die konservative Unabhängigkeitspartei des Finanzministers und Ex-Regierungschefs Bjarni Benediktsson.

Im Althing, das zu den ältesten Parlamenten der Welt zählt, sind 32 der 63 Sitze für eine Mehrheit notwendig. Jakobsdóttirs ungewöhnliches Links-rechts-Bündnis kam nach vorläufiger Auszählung aller Stimmen am Sonntag auf 37 Sitze. Die Koalition verfügt damit weiter über eine stabile Mehrheit - allerdings ist unklar, ob die drei Parteien weiter gemeinsam regieren wollen. Vor der Wahl am Samstag hatten ihre Parteichefs jedoch erklärt, dass es ihre erste Option sei, über eine weitere Regierungszusammenarbeit zu sprechen. Island hatte vor der letzten Parlamentswahl 2017 mit mehreren politischen Skandalen zu kämpfen gehabt.

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