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Parlamentswahl in Griechenland:Hellenen an den Urnen

Die Griechen haben gewählt und über das Schicksal ihres Landes entschieden. Erste Hochrechnungen zeigen: Die konservative Nea Dimokratia liegt vor der linken Syirza. Der Wahltag in Bildern.

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Conservative New Democracy supporter is seen before television screen showing exit polls in main New Democracy campaign center in Athens' Syntagma square

Quelle: REUTERS

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Die Griechen haben gewählt, ganz Europa hat gespannt auf die Wahlergebnisse gewartet. Denn mit der Parlamentswahl entscheidet Griechenland auch über seinen Verbleib in der Euro-Zone. Erste Prognosen zeigen: Die konservative Nea Dimokratia liegt leicht vor der linken Syirza.

Nach einem spannungsreichen Wahltag erklärt sich die Nea Dimokratia als Wahlsieger. Erste Hochrechnungen zeigen: Die Konservativen liegen mit 29,5 Prozent vor der linksradikalen Syriza mit 27,1 Prozent. Die sozialistische Pasok kommt auf zehn bis zwölf Prozent, wie mehrere Meinungsforschungsinstitute übereinstimmend mitteilen.

A conservative New Democracy supporter reacts during the announcement of the exit polls in the main New Democracy campaign center in Athens

Quelle: REUTERS

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An diesem Sonntag haben die Griechen über ihre Zukunft entschieden - und letztlich auch über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. Denn mit der Wahl entscheidet sich auch, ob die künftige Regierung in Griechenland den Sparvorgaben der EU nachkommt oder die Abmachungen aufkündigt.

Debt Wracked Greece Goes To The Polls For Critical General Election

Quelle: Getty Images

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Die linksradikale Syriza hat sich gegen die Sparmaßnahmen ausgesprochen, die Nea Dimokratia hingegen möchte lediglich Details neu verhandeln. Sollte Griechenland sich gegen das EU-Programm wenden, könnte es den Austritt aus dem Euro risikieren. Die Nervosität steigt daher nicht nur bei den Griechen, ganz Europa blickt gespannt auf das Land.

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Quelle: AFP

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Der Superstar der Jungen und Frustrierten ist Alexis Tsipras, Parteichef der Syriza, hier im Wahllokal in Athen. Er hat sich als klarer Gegner des EU-Sparkurses etabliert. Den Griechen versprach er "ein Programm der Würde und Hoffnung" und drohte damit, die Abkommen mit den internationalen Geldgebern zu kündigen. Dabei spekuliert er darauf, dass Brüssel und Berlin seiner Regierung entgegenkommen, um die Zahlungsunfähigkeit und den damit möglicherweise einhergehenden Euro-Austritt des Landes zu verhindern.

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Quelle: AFP

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Mit geschätzten 28,4 Prozent der Stimmen haben die Anhänger der Partei Syriza, hier in der Zentrale in Athen, Grund zum Jubeln. Sie kritisieren, dass Griechenland unter dem Sparprogramm nur leide und Wachstum nicht möglich ist. Tsipras verspricht 150.000 Stellen im öffentlichen Dienst, die Privatisierung der Banken, Renten in Höhe von 80 Prozent des letzten Gehalts und ein Arbeitslosengeld von 75 Prozent des Tariflohns über fünf Jahre.

Elections in Greece

Quelle: dpa

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Antonis Samaras, Chef der konservativen Nea Demokratia, wählte in Pylos. Zwar fehlt ihm das Charisma des jungen Tsapris, er präsentiert sich aber als Politiker mit Rückgrat. Gegen Tsipras führt der 60-Jährige ins Feld, die Wahl der Linken würde einen Euro-Austritt zur Folge haben. Samaras fordert inzwischen auch die Nachverhandlung der Sparvorgaben.

New Democracy (ND) conservative party election campaign rally

Quelle: dpa

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Das Wahlprogramm der Nea Dimokratia stellte Antonis Samaras unter das Motto "Arbeit, Arbeit, Arbeit". Es sieht weitere Privatisierungen, aber auch niedrigere Steuern  und Jobgarantien für Beamte geschlossener Staatsunternehmen vor. Viele der Versprechen sollen erst umgesetzt werden, wenn es Griechenland wieder besser geht. In Griechenland sind fast 22 Prozent der Menschen arbeitslos, bei den unter 25 Jährigen sind es sogar knapp über 52 Prozent.

Evangelos Venizelos

Quelle: AP

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Envangelos Venizelos, der Chef der sozialistischen Pasok, hat viele Wählerstimmen verloren: Die Partei hatte in den letzten zwei Jahren hart gespart - und wurde dafür abgestraft: Aus 44 Prozent Wählerstimmen im Jahr 2009 wurden zuletzt schlappe 13,2 Prozent. In ersten Prognosen erhält die Pasok nun nur noch zehn bis zwölf Prozent der Stimmen. Auch Pasok hält nun Detailänderungen beim Spardiktat für notwendig, bekennt sich aber am stärksten von allen Parteien zum grundsätzlichen Sanierungskurs.

© Süddeutsche.de/dpd/sana
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