Er hat sich Zeit gelassen: Ein Jahr lang hat Papst Leo XIV. an seiner ersten Enzyklika geschrieben, an diesem Montag hat er sie persönlich in Rom vorgestellt. Das 231 Buchseiten lange Dokument ist ein Großaufschlag, zentrales Thema: nichts weniger als die „großartige Menschheit“ („Magnifica humanitas“) in einer technologie- und maschinengläubigen Zeit. Über weite Strecken widmet sich der Papst der künstlichen Intelligenz (KI) und allen Chancen und Gefahren, die diese revolutionäre Technologie mit sich bringt. Aber er fasst den Bogen auch noch weiter, schreibt in mehreren Kapiteln über die Ausbeutung des Menschen, die Krise des Multilateralismus, den Krieg. Was genau fordert er, und was bedeuten seine Aussagen? Die wichtigsten Punkte im Überblick.
Katholische KircheDer Papst fordert einen Ethikkodex und Regulierung für künstliche Intelligenz
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Leo XIV. veröffentlicht seine erste Enzyklika und gibt damit eine Art Regierungserklärung ab. Darin warnt er vor einer Konzentration der Technologie in den Händen Weniger und vor einem neuen Kolonialismus.
Von Elisa Britzelmeier und Annette Zoch, Rom/München
